
Weichmacher im Trinkwasser – ein übersehener Schwachpunkt moderner Armaturen
Weichmacher in Anschlussschläuchen – das ungelöste Problem moderner Trinkwassertechnik
Alle Hersteller und Händler von Trinkwasserarmaturen sind verpflichtet, Anschlussschläuche mitzuliefern, die nach DVGW-Vorgaben geprüft und zertifiziert sind. Ergänzend dazu regelt die KTW-Zuordnung, welche Materialien überhaupt mit Trinkwasser in Kontakt kommen dürfen. Ziel ist es, sicherzustellen, dass keine unzulässigen Stoffe an das Wasser abgegeben werden und dass hygienische Risiken minimiert werden.
Auf dem Papier klingt das beruhigend. In der Praxis lohnt sich jedoch ein genauerer Blick.
Denn eines ist unbestreitbar: Ein flexibler Anschlussschlauch funktioniert nur mit Kunststoffen – und Kunststoffe benötigen Weichmacher. Ohne sie wären die Schläuche starr, unmontierbar und für den Alltag ungeeignet. Genau diese Weichmacher stehen jedoch seit Jahren in der Kritik. Einige von ihnen gelten als potenziell gesundheitsschädlich, hormonell wirksam oder zumindest problematisch, wenn sie langfristig aus dem Material migrieren.
Natürlich werden Grenzwerte eingehalten. Natürlich sind die Schläuche zugelassen. Doch seit wann ist „innerhalb der Grenzwerte“ gleichbedeutend mit „unbedenklich“?
Besonders kritisch ist dabei der Einbauort: Anschlussschläuche befinden sich genau dort, wo Wasser häufig über längere Zeit steht – unter der Spüle, hinter der Armatur, unbewegt. Während Filteranlagen, Umkehrosmose-Systeme und Design-Armaturen mit großem Aufwand entwickelt werden, fließt das aufbereitete Wasser am Ende durch genau jene Komponenten, die kaum jemand hinterfragt.
Das Ergebnis ist paradox: Wir filtern Schadstoffe aufwendig aus dem Wasser, investieren viel Geld in Technik und Ästhetik – und akzeptieren gleichzeitig Materialien, die dem Wasser auf den letzten Zentimetern wieder Stoffe zuführen können. Nicht, weil es keine Alternativen gäbe, sondern weil sich kaum jemand mit diesem Detail beschäftigt.
Dabei ist klar: Es geht hier nicht um Panikmache. Nicht jeder Anschlussschlauch ist automatisch eine Gefahr. Aber es geht um Ehrlichkeit. Um Transparenz. Und um die Frage, warum ausgerechnet an der sensibelsten Stelle der Trinkwasserinstallation Kompromisse als selbstverständlich gelten.
Wer wirklich Wert auf Wasserqualität legt, sollte deshalb nicht beim Filter oder bei der Armatur stehen bleiben. Denn sauberes Trinkwasser ist kein Marketingversprechen – es ist eine Kette. Und sie ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.
An genau diesem Punkt hat sich die VIZIO GmbH seit Jahren bewusst nicht mit dem Status quo zufriedengegeben. Die Suche nach einer Alternative zu klassischen Panzerflex-Anschlussschläuchen im Trinkwasserbereich war lang – und ehrlich gesagt auch frustrierend. Immer wieder stieß man an technische, konstruktive und funktionelle Grenzen. Flexibilität, Dichtheit, Montagefreundlichkeit und gleichzeitig maximale Materialreinheit ließen sich lange Zeit nicht in Einklang bringen.
Bis jetzt.
Mit einer neu entwickelten Anschlusslösung geht VIZIO einen konsequent anderen Weg. Im Trinkwasserbereich wird ein neuer Anschluss-Stutzen eingesetzt, der vollständig aus AISI 316L (V4A) Chirurgiestahl besteht. Statt eines flexiblen Schlauchs kann das Anschluss-Steckrohr der Filter- oder Osmoseanlage direkt angesteckt werden – ohne Panzerflex, ohne Weichmacher, ohne unnötige Materialkompromisse auf den letzten Zentimetern.
Diese Lösung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung. VIZIO beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Laborarmaturentechnik – einem Bereich, in dem Präzision, Materialbeschaffenheit und absolute Reinheit keine Marketingbegriffe sind, sondern Grundvoraussetzungen. Genau diese Denkweise wurde auf den Küchenbereich übertragen.
Denn die Küche ist mehr als ein Ort zum Kochen. Sie ist – im besten Sinne – das Labor der Familie. Und wer dort täglich mit Trinkwasser arbeitet, sollte sich darauf verlassen können, dass dieses Wasser nicht durch vermeidbare Materialien beeinflusst wird.
Sauberes Trinkwasser endet nicht beim Filter sondern bei der Armatur! Es entscheidet sich im Detail – dort, wo bisher kaum jemand hingeschaut hat.
Der Filter reinigt das Wasser. Die Armatur entscheidet, was davon übrig bleibt.